Die „Fallout“-Reihe ist eine Sammlung postapokalyptischer Rollenspiele und Abenteuervideospiele, die ursprünglich von Interplay Entertainment und später von Bethesda Softworks entwickelt wurden. Das erste „Fallout“-Spiel wurde 1997 veröffentlicht und zeichnete sich durch seine einzigartige Herangehensweise an das postapokalyptische Universum aus, inspiriert von der amerikanischen Kultur der 1950er Jahre und der „retrofuturistischen“ Ästhetik. Diese Mischung schafft eine Atmosphäre, in der der Futurismus der 50er Jahre auf die trostlosen Folgen des Atomkriegs trifft.

Das „Fallout“-Gameplay kombiniert Elemente traditioneller Rollenspiele mit Echtzeit- oder rundenbasierten taktischen Entscheidungen, je nach Titel der Serie. Die Spiele bieten erhebliche Freiheiten und ermöglichen es den Spielern, ihre eigenen Wege zu wählen, Allianzen zu schmieden oder sich durch komplexe narrative Entscheidungen und Interaktionen mit verschiedenen Nicht-Spieler-Charakteren Feinde zu machen.

 

Das „Fallout“-Universum zeichnet sich durch eine offene, postnukleare Welt aus, in der Überlebende des Krieges trotz Strahlung, Mutanten und feindlichen Fraktionen versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen. Die Spiele finden normalerweise an verschiedenen Orten in den Vereinigten Staaten statt und jeder bietet seine eigenen Herausforderungen und lokalen Geschichten.

Die „Fallout“-Spiele sind trotz der düsteren Kulisse einer zerstörten Zivilisation für ihren satirischen und teilweise humorvollen Ton bekannt. Die Serie untersucht Themen wie Überleben, politische Macht, die Auswirkungen der Technologie auf die Gesellschaft und Moral in einer Welt, in der traditionelle soziale Strukturen beseitigt wurden. Quests und Nebenhandlungen sind oft umfangreich und detailliert und bieten den Spielern stundenlangen Erkundungsinhalt.

Zu den bemerkenswertesten Titeln gehört „Fallout 3“, das den Übergang der Serie zu einer immersiven 3D-Umgebung mit entweder der Ego- oder der Third-Person-Perspektive markierte. „Fallout: New Vegas“ wird oft für seine Elemente tiefgreifender Entscheidungen und Konsequenzen gelobt, während „Fallout 4“ Elemente des Kolonieaufbaus und der Kolonieverwaltung einführte. „Fallout 76“ stellt die Erweiterung der Serie auf Online-Spiele dar und ermöglicht es den Spielern, in einer persistenten Welt zusammenzuarbeiten oder gegeneinander anzutreten.

Die „Fallout“-Reihe bleibt mit ihrer einzigartigen Mischung aus postapokalyptischem Überleben, einflussreichen Erzähloptionen und einem reichhaltigen und detaillierten Universum ein Maßstab im RPG-Genre.